Chor der Deutschen Oper Berlin
Chor
„Ich wollte beweisen, dass der Chor ein genauso präzises, formbares Kunstinstrument sein kann wie ein Orchester, mit eigenem, unverwechselbaren Klang." Mit diesem Vorsatz trat Walter Hagen-Groll 1961 sein Amt als Chordirektor der Deutschen Oper Berlin an. Rund ein Vierteljahrhundert später - er war zum Chordirektor der Wiener Staatsoper berufen worden - übergab er seinem Nachfolger den besten deutschen, wenn nicht sogar weltbesten Theaterchor. So schrieb etwa der Berliner „Tagesspiegel" in einer Kritik über eine Aufführung von Verdis NABUCCO: „Zentrum der Aufführung: Walter Hagen-Grolls Chor ... Dass ein Kollektiv ausgebildeter, ausgewählter Stimmen gewaltig klingen kann, weiß jeder. Beim Gegenteil der stimmlichen Kraftakte indes zeigt sich eigentlich die Kunst: im vielstimmigen präzisen Piano und Pianissimo. Und gerade darin brillieren Hagen-Grolls Chöre." (Sybill Mahlke)
(...) Sein gleichbleibend hohes künstlerisches Niveau setzte sich ungeachtet von Intendanten- und Dirigentenwechseln fort, und heute blickt der Chor auf eine über fünfundvierzigjährige erfolgreiche Entwicklung zurück. Götz Friedrich, langjähriger Generalintendant der Deutschen Oper Berlin, bescheinigte dem Chor seines Hauses eine „extreme stilistische Vielfalt", die er „mit dem Anspruch höchster musikalisch-szenischer Qualität nahezu allabendlich unter Beweis stellt".
(Text: Deutsche Oper Berlin)

